Auf alternativen Wegen

Suli geht es heute wieder sichtlich besser. Das Schmerzmittel schlägt gut an, sie läuft wieder weitestgehend klar. Mit dem Tierarzt hab ich mich bereits beraten, wir müssen die Gewichtsreduktion weiter in den Vordergrund schieben. Sulis Heu-Rationen werden nun langsam weiter reduziert. Auf der Weide war sie bereits seit einer Woche nicht mehr, aufs Gras wird sie frühestens wieder im Spätsommer 2009 kommen und dann auch nur für wenige Stunden. Das hier eingestellte Bild ist schon etwas älter aber in meinen Augen so schön, dass ich es nicht vorenthalten möchte. Sulis kleinen Freundinnen kommen sie aber auch auf dem Paddock regelmäßig besuchen.sulisbesuch.jpg

Da ich sie nicht dauerhaft unter Schmerzmittel stellen möchte, versuchen wir nun ihr homöopathisch weiter zu helfen. Mir wurde bereits eine Tierheilpraktikerin empfohlen, in den nächsten Tagen wird sich diese Suli ansehen.

Heute war ein schlechter Tag… :(

sulidenkt.jpgEigentlich fing der Tag für Suli heute ganz gut an. Gen Abend ging es ihr aber sichtlich schlechter, sie entlastete abwechselnd ihre Vorderbeine, lag viel und lahmte deutlicher als sonst. Ich hab sie unter Schmerzmitteln zurück in ihre Krankenbox gebracht. Nun sind wir am überlegen, wie es weitergehen soll…der TA war ja inzwischen schon 3x bei Suli und ist der Ansicht, dass man außer abwarten und auf den Gewichtsverlust zu setzen nicht viel tun kann. Ich hätte ja gern aktuelle Röntgenbilder von ihr… mal schauen ob ich ihn morgen kommen lasse. Ansonsten sind wir am überlegen, ob ein Chiropraktiker Suli helfen könnte. Hier in der Gegend gibt es einen extrem guten Chiropraktiker für Pferde, der 3en meiner Ponies bereits sehr geholfen hat.

Auf dem richtigen Weg

sulihghili.jpgsulihghire.jpgsulishghintenlinks.jpgsulihufgeschwurvorn.jpgGestern war der Hufpfleger bei Suli. Die Prozedur hat sich über eine Stunde hingezogen, da Suli trotz Schmerzmedikation Probleme hatte, ihr Körpergewicht auf nur drei ihrer Beine zu verlagern 🙁

Der Hufpfleger hat in den Hufen vorne links  und hinten rechts weitere alte Hufgeschwüre gefunden, die sich seiner Schätzung nach, vor etwa einem Monat geöffnet haben müssen. Das Hufgeschwür hinten links hatte mein TA ja bereits versorgt. Somit musste sich Suli phasenweise mit drei Hufgeschwüren herumquälen.

Eine gute Nachricht ist, dass es Suli von Tag zu Tag besser geht. Der Hufpflegetermin hat ihr sichtlich Vorteile gebracht, sie läuft wieder um einiges besser.

Suli – durch dick & dünn

sulibox2.jpgDiese wunderschöne Norwegerin trägt den orientalischen Namen „Suleika“ 😉

Suli wurde 1996 geboren, wuchs heran und wurde als Reitpferd verkauft. Im Jahre 2006 wurde bei ihr „Schale“ diagnostiziert. Auf Grund dieser arthrotischen Erkrankung der Hufgelenke ist Suli als Reitpferd nicht mehr voll einsatzfähig. Für ihre damalige Besitzerin wurde Suli somit „nutzlos“ und es wurde ein Weg gesucht Suli zu „entsorgen“. Da kam ich ins Spiel. Um Suli vor der Schlachtung zu bewahren, kaufte ich sie, mit finanzieller Unterstützung von der „Dr. Frölich Stiftung“ frei und konnte sie auf einem Schutzhof unterbringen. Das erste Jahr über ging es Suli dort auch gut, zwar meinte man es dort mit der Fütterung zu gut mit ihr und Suli wurde noch pummeliger, als sie eh schon war, insgesamt gesehen war Suli dort aber zunächst sehr glücklich. Zu der Zeit konnte ich Suli dort noch regelmäßig besuchen. Eine zeitlang war es mir nicht möglich zu Suli zu fahren. Erst im Oktober 2008 sollte ich Suli wieder zu Gesicht bekommen und war geschockt.  Ich fand keine muntere, quirrlige Suli vor, sondern eine völlig verfettete, in sich gekehrte Suli, die deutlich mit Schmerzen zu kämpfen hatte. Im zweiten Jahr auf dem Schutzhof bekam Suli wohl durch unsachgemäße Fütterung und mangelnde Hufpflege massive gesundheitliche Probleme. Bei meinem Besuch dort hatte Suli am linken Hinterhuf ein schmerzhaftes Hufgeschwür, sie mochte den Huf gar nicht benutzen. Ein Tierarzt wurde von den Hofbetreibern nicht dazugezogen…

Drei Tage später holte ich Suli zu mir. Sie trägt schätzungsweise inzwischen über 200kg Übergewicht mit sich herum. Ihre „Schale“hat sich dadurch deutlich verschlimmert, sie hat Arthrose an den Vorderfußwurzelgelenken entwickelt und einÜberbein am Gleichbein. Das Hufgeschwür wurde hier gleich tierärztlich behandelt und bereitet Suli nun keine Probleme mehr. Sulis Ernährung habe ich inzwischen auf Heu und Mineralfutter umgestellt. Ausserdem darf sie jeden Tag über Mittag kurz auf die Weide, dort frisst sie allerdings kaum, wohl weil das Oktobergras ihr nicht gut schmeckt, sondern nutzt die Zeit für ein Mittagsschläfchen in der Sonne. Leider muss Suli die Nächte in einem Pensionsstall verbringen, da ich hier keinen Platz mehr habe. Die Tage verbringt sie aber zusammen mit Finchen, einer äusserst charmanten Shettystute bei uns Zuhause. Die anderen Ponies meiner Herde hat sie bereits kennen gelernt, zusammenstellen kann ich die Truppe aber noch nicht, da Suli noch nicht fit genug ist, um sich in einer Herde durchzusetzen.

Hier wird nun Sulis „Diättagebuch“ entstehen, indem wir Sulis Fortschritte genauestens dokumentieren werden.

05.10.2008 – Umzug und „kleine“ Wehwehchen

Leider haben wir bei Anna am 28.09.08 wieder bemerkt, dass ihr hinteres, rechtes Euterviertel hart war. Es war aber zum Glück
nicht weiter angeschwollen wie bei ihrer ersten Euterentzündung. Ihr Allgemeinzustand war zum Glück auch in Ordnung. Die TÄ wies
uns dann an, erstmal wieder zu Melken und zu beobachten. Als wir dann Sonntag zum ersten Mal gemolken haben, kam wieder ziemlich
viel cremiger Eiter raus. *würg* Die nächsten Tage jedoch kam „nur“ jeweils noch ein kleiner Tropfen Eiter am Anfang und danach
klare Flüssigkeit.

Dunja benahm sich dann am 03.10.08 auch auffällig – sie streckte ihren Kopf merkwürdig weit vor und hielt ihn hoch.
Am nächsten Morgen war es nicht besser, aber immerhin wiederkäute sie, was schon mal ein gutes Zeichen war.
Wir vermuteten allerdings, dass sich die Gute bei ihrem starken Gewühle mit dem Kopf in der Erde, was sie ja gerne und oft tut,
irgendwie den Hals verrenkt hat (die frische Erde an ihrem Kopf bestätigte unseren Verdacht!).
Laut TÄ sollten wir Dunja beobachten und sie notfalls benachrichtigen.
Aber zum Glück ging es Dunja Samstag Abend wieder gut! 🙂
Sie graste wieder normal, bewegte ihren Kopf und Hals wieder schneller und war sehr aufmerksam und wollte Leckerlis fressen.

Sonntag Vormittag haben wir die Vier dann wieder auf unsere Pachtwiese geführt, wo noch schönes grünes Gras auf sie wartete.
Nun können sie sich nochmal den Bauch vollschlagen und die Wiese schön abgrasen, bevor sie dann in ein paar Wochen auf ihre
Winterwiese ziehen.

Anna frisst_06.10.2008
Foto: Anna grast auf unserer Pachtwiese.

Dunja_06.10.2008
Foto: Dunja ist wieder fit.

Amigo_06.10.2008
Foto: Amigo mit seinen schon recht großen Hörnern.

Hübscher Amigo_06.10.2008
Foto: Der große Amigo.

Milo schaut aufmerksam_06.10.2008
Foto: Milo muss erstmal gucken kommen.

Süßer Milo_06.10.2008
Foto: Milo bekommt schon wieder langes Fell – kein wunder bei den kalten Temperaturen.

Süßer Milo02_06.10.2008
Foto: Milos Hörner sind auch schon sehr lang.

(c) Fotos, Text: Dunni