Hier Milo im August 2007 mit schönem glatten Fell:
Und hier Milo im Oktober 2007, mit langem Puschelfell 😆
(c) Fotos, Text: Dunni
Geschichten über Kühe, die dem üblichen Nutzungs-Schema entkommen sind.
Am 30.10.07 wurden unsere beiden Bullenkälber Amigo und Milo kastriert.
Foto: Amigo vor der Kastration. Er weiß von nichts…
Foto: Auch Milo ahnt noch nichts…
Zuerst wurde Amigo narkotisiert, sodass er sich hinlegte. Wir mussten ihn dann noch auf die Seite schmeißen, was er nicht so recht wollte, also wurde nochmal nachdosiert. Dann wurde sein Hinterbein fixiert, damit er niemanden mit reflexartigen Tritten verletzte. Die Tierärztin machte sich dann ans Werk und wir mussten den Burschen ganz schön festhalten, weil er immer noch heftig trat. Die TÄ dosierte dann nochmal nach und meinte schon, dass das schon die Dosis für eine ausgewachsene Kuh sei und sie nicht noch mehr spritzen könnte. Die Hoden wurden dann nochmal örtlich betäubt und schließlich entfernt. Dann gabs noch eine Antibiotika- Spritze und Amigo war nun ein Ochse.
Als wir ihn losließen, legte er sich sofort in Brustlage. Er war zwar noch etwas benommen, aber schon recht wach, trotz seiner hohen Narkosedosis.
Foto: Amigo nach der Kastration. Er stärkt sich erstmal mit etwas Milch bei seiner Mama.
Wir holten dann den kleinen Herrn Milo in den Unterstand und ihm wurde ebenfalls eine Narkose gegeben. Ganz anders wie bei Amigo, lag Milo nach zwei Minuten laut schnarchend im Stroh und schlief tief und fest. Auch sein Hinterbein wurde festgezurrt, aber er trat kein einziges Mal bei der OP.
Inzwischen war Amigo sogar wieder aufgestanden und ging zu seiner Mama, wo er sich erschöpft hinlegte – dann aber wieder aufstand und sich wieder hinlegte. Sicherlich zwiebelte es ziemlich schlimm hintenrum… 😕
Nachdem Milo ebenfalls zum Ochsen gemacht wurde, schlief er noch ziemlich lange. Als er sich endlich in die Brustlage aufrichtete, fuhr die TÄ und wir leisteten Milo noch Gesellschaft, der ziemlich groggy war.
Als wir dann nach ca. einer Stunde aufstanden, stand Milo auch auf und gesellte sich zu seinem Ochsenfreund Amigo. 🙂
Foto: Milo ist nach der Kastration noch schläfrig von der Narkose.
Als wir nach dem Essen wieder auf die Wiese kamen, um die Rinder zu Füttern, bemerkten wir, dass Amigos Wunde blutete. Wir riefen die TÄ, die sich das kurz anschaute und meinte, es könne auch nur eine oberflächliche Verletzung sein. Wir sollten es im Auge behalten und wenn es nicht aufhörte oder schlimemr wurde, sofort anrufen.
Es wurde nicht besser und der Unterstand sah aus, als ob dort ein Tier geschlachtet worden wäre. 😯 Amigos Hinterbeine waren vollgeblutet und panisch riefen wir nochmals die TÄ an. Diese kam dann nochmal vorbei und setzte Amigo eine Klemme an den blutenden Hodensack, sodass die Blutung aufhörte. (Erleichtertes Ausatmen unsererseits!)
Zwei Tage nach der Kastration:
Foto: Amigos dickes Säckchen. Da seine OP-Wunde am Abend der Kastration noch stark geblutet hatte, musste die TÄ noch eine Klemme dransetzen. Leider hat sich laut Tierärztin ein Bluterguss gebildet, der sich aber hoffentlich schnell zurückbildet. Deshalb sieht Amigo so aus, als ob er gar nicht kastriert worden wäre.
Foto: Bei Milo verlief alles unblutig und sieht nach der OP auch sehr gut aus.
Am nächsten Tag war Amigos Säckchen ziemlich angeschwollen. Die TÄ kam dann Nachmittags und entfernte die Klemme. Sie meinte, es habe sich ein Bluterguss gebildet, der sich aber zurückbilden würde.
Tatsächlich ist Amigos „Hautsäckchen“ zusehends kleiner geworden. Beide Kälber haben ihre „Verwandlung“ zum Ochsen also ganz gut überstanden. 😉
(c) Fotos, Text: Dunni
Fotos vom 29.10.2007 (Einen Tag vor der Kastration von Milo und Amigo…)
Foto: Anna – „Jetzt gib mir doch das Leckerli!“
Foto: Milo angelt sich ein Leckerli.
Kälberfreunschaft: (Links jeweils Milo, recht Amigo)
Fotos vom 01.11.2007 (Zwei Tage nach der Kastration – hier sind nun also Ochsenkälber – keine Bullenkälber mehr – zu sehen. 😉 )
Foto: *Knuuutsch* Anna leckt ihren Sohn ab. (Im Hintergrund flehmt Dunja gerade).
Foto: Das Rinderquartett im Unterstand.
Foto: Dunja – „Ob man Kameras essen kann??“
Fotos vom 04.11.2007
(c) Fotos, Text: Dunni
Nachdem wir die Winterwiese, die tollerweise direkt vor unserem Haus liegt, fertig gestellt hatten, holten wir am Sonntag Vormittag die vier Rinder, die ja noch auf einer kleinen Wiese bei meinem Onkel und meiner Tante standen. Diesmal jedoch war die „Reise“ schwieriger, da es nicht nur über Wiesen und Feldwege ging.
Diesmal mussten wir an einer viel befahrenen Landstraße entlang gehen (aber auf dem Radweg, auf der Straße wären die Kühe und Kälber wohl vor lauter Angst durchgegangen) und anschließend noch durch das ganze Dorf latschen, da wir ausgerechnet am anderen Ende des Dorfes wohnten. 😆 Der Marsch war diesmal 2,8km lang.
Zum Glück erklärten sich Zeras Vater und dessen Freundin bereit, die beiden Kälber zu führen.
Zuerst verstauten wir die Futtersäcke, Eimer, Putzkästen und das Weidezaungerät im Auto, damit meine Mutter damit schonmal nach Hause düsen konnte.
Zera ging dann mit Anna voran, gefolgt von ihrem Vater, der Amigo führte, dann kam die Freundin von Zeras Vater, die Herrn Milo führte und ich bildete mit Dunja das Schlusslicht.
Als wir von der Wiese marschierten mussten wir uns erstmal neu ordnen, da Amigo unruhig wurde und Dunja auch Anstalten machte, abzudrehen. *augenroll*
Dann marschierten wir los und Anna hinterließ noch einen schönen matschigen Kuhfladen auf der Straße. 😉
Zuerst ging es die ruhige Straße zur Kreuzung entlang, die Vier benahmen sich aber recht gut. Milo war noch etwas schüchtern und ängstlich, das legte sich aber mit der Zeit.
Dann marschierten wir auf dem Radweg weiter. Milo erschreckte sich immer ein wenig vor den vorbeifahrenden Autos, blieb aber sonst ruhig. Einige Spaziergänger und Radfahrer staunten nicht schlecht über unsere Truppe. 🙂
Als wir endlich die laute Landtraße hinter uns hatten, gings durchs Dorf. Wir gingen nicht an der Hauptstraße entlang, sondern einen ruhigeren Weg. Zwar begegneten uns nicht so viele Autos, dafür aber eine Menge Sonntagsspaziergänger und auf dem Sportplatz wurde gerade fleißig Fußball trainiert.
Dann hörte man nur noch laute Kinderstimmen: „Papa, Papa, guck mal, da ist ne Kuh!“ und natürlich das typische „Muuuh“, worauf die Kühe natürlich nicht antworten. 😉
Irgendwann wurden die Kälber etwas langsamer und auch Anna wollte nicht mehr so recht. Da waren wir aber schon fast am Ziel.
Und als sie endlich auf die grüne Wiese durften, fingen sie natürlich erstmal an zu grasen. Zera und ich schlossen dann das Weidezaungerät an und schauten zufrieden unseren Rindern beim Grasen zu.
Zum Glück ist alles gut verlaufen und den großen Unterstand finden die Vier ebenfalls toll.
Foto: Dunja und Anna im Unterstand.
Foto: Endlich angekommen wird sich erstmal ausgeruht. (Amigo)
Foto: Die Winterwiese vor unserem Haus.
Foto: Blick aus dem Küchenfenster. (Dunja)
Foto: Blick aus dem Küchenfenster. (Amigo ärgert seine Mutter)
Foto: Blick aus dem Schlafzimmerfenster (sieht so komisch aus wegen dem Fliegengitter davor.) Dunja ist hier zu sehen.
Foto: Blick aus dem Schlafzimmerfenster: Anna und die Kälber.
(c) Fotos, Text: Dunni
Hier hat mein Onkel die vier Rinder mal geknipst. (Am 20.10.2007)
Foto: Amigo schaut etwas skeptisch. („Was will der Typ von mir!?“)
Foto: Amigo vorm Unterstand. (Dahinter Milo und Anna im Unterstand.)
Foto: Dunja schaut sich die Zuschauer an.
Foto: Dunja schaut aufmerksam.
Foto: Dunjas Flotzmaul in ganzer Pracht.
Foto: Dunja – „Das ist aber ein bisschen wenig Gras!“
Foto: Amigo ist doch ein Prachtkalb! 🙂
Foto: Süßer Milo. Milo hat inzwischen das längste Fell von allen bekommen. (Ungefähr 5cm lang).
Foto: Dunja ist neugierig, aber vorsichtig.
Foto: Dunja – „Was hat der da bloß in der Hand? Ist das was zu Essen?“
(c) Fotos, Text: Dunni
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