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Geschichten über Kühe, die dem üblichen Nutzungs-Schema entkommen sind.

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Auf dem richtigen Weg

sulihghili.jpgsulihghire.jpgsulishghintenlinks.jpgsulihufgeschwurvorn.jpgGestern war der Hufpfleger bei Suli. Die Prozedur hat sich über eine Stunde hingezogen, da Suli trotz Schmerzmedikation Probleme hatte, ihr Körpergewicht auf nur drei ihrer Beine zu verlagern 🙁

Der Hufpfleger hat in den Hufen vorne links  und hinten rechts weitere alte Hufgeschwüre gefunden, die sich seiner Schätzung nach, vor etwa einem Monat geöffnet haben müssen. Das Hufgeschwür hinten links hatte mein TA ja bereits versorgt. Somit musste sich Suli phasenweise mit drei Hufgeschwüren herumquälen.

Eine gute Nachricht ist, dass es Suli von Tag zu Tag besser geht. Der Hufpflegetermin hat ihr sichtlich Vorteile gebracht, sie läuft wieder um einiges besser.

Suli – durch dick & dünn

sulibox2.jpgDiese wunderschöne Norwegerin trägt den orientalischen Namen „Suleika“ 😉

Suli wurde 1996 geboren, wuchs heran und wurde als Reitpferd verkauft. Im Jahre 2006 wurde bei ihr „Schale“ diagnostiziert. Auf Grund dieser arthrotischen Erkrankung der Hufgelenke ist Suli als Reitpferd nicht mehr voll einsatzfähig. Für ihre damalige Besitzerin wurde Suli somit „nutzlos“ und es wurde ein Weg gesucht Suli zu „entsorgen“. Da kam ich ins Spiel. Um Suli vor der Schlachtung zu bewahren, kaufte ich sie, mit finanzieller Unterstützung von der „Dr. Frölich Stiftung“ frei und konnte sie auf einem Schutzhof unterbringen. Das erste Jahr über ging es Suli dort auch gut, zwar meinte man es dort mit der Fütterung zu gut mit ihr und Suli wurde noch pummeliger, als sie eh schon war, insgesamt gesehen war Suli dort aber zunächst sehr glücklich. Zu der Zeit konnte ich Suli dort noch regelmäßig besuchen. Eine zeitlang war es mir nicht möglich zu Suli zu fahren. Erst im Oktober 2008 sollte ich Suli wieder zu Gesicht bekommen und war geschockt.  Ich fand keine muntere, quirrlige Suli vor, sondern eine völlig verfettete, in sich gekehrte Suli, die deutlich mit Schmerzen zu kämpfen hatte. Im zweiten Jahr auf dem Schutzhof bekam Suli wohl durch unsachgemäße Fütterung und mangelnde Hufpflege massive gesundheitliche Probleme. Bei meinem Besuch dort hatte Suli am linken Hinterhuf ein schmerzhaftes Hufgeschwür, sie mochte den Huf gar nicht benutzen. Ein Tierarzt wurde von den Hofbetreibern nicht dazugezogen…

Drei Tage später holte ich Suli zu mir. Sie trägt schätzungsweise inzwischen über 200kg Übergewicht mit sich herum. Ihre „Schale“hat sich dadurch deutlich verschlimmert, sie hat Arthrose an den Vorderfußwurzelgelenken entwickelt und einÜberbein am Gleichbein. Das Hufgeschwür wurde hier gleich tierärztlich behandelt und bereitet Suli nun keine Probleme mehr. Sulis Ernährung habe ich inzwischen auf Heu und Mineralfutter umgestellt. Ausserdem darf sie jeden Tag über Mittag kurz auf die Weide, dort frisst sie allerdings kaum, wohl weil das Oktobergras ihr nicht gut schmeckt, sondern nutzt die Zeit für ein Mittagsschläfchen in der Sonne. Leider muss Suli die Nächte in einem Pensionsstall verbringen, da ich hier keinen Platz mehr habe. Die Tage verbringt sie aber zusammen mit Finchen, einer äusserst charmanten Shettystute bei uns Zuhause. Die anderen Ponies meiner Herde hat sie bereits kennen gelernt, zusammenstellen kann ich die Truppe aber noch nicht, da Suli noch nicht fit genug ist, um sich in einer Herde durchzusetzen.

Hier wird nun Sulis „Diättagebuch“ entstehen, indem wir Sulis Fortschritte genauestens dokumentieren werden.

05.10.2008 – Umzug und „kleine“ Wehwehchen

Leider haben wir bei Anna am 28.09.08 wieder bemerkt, dass ihr hinteres, rechtes Euterviertel hart war. Es war aber zum Glück
nicht weiter angeschwollen wie bei ihrer ersten Euterentzündung. Ihr Allgemeinzustand war zum Glück auch in Ordnung. Die TÄ wies
uns dann an, erstmal wieder zu Melken und zu beobachten. Als wir dann Sonntag zum ersten Mal gemolken haben, kam wieder ziemlich
viel cremiger Eiter raus. *würg* Die nächsten Tage jedoch kam „nur“ jeweils noch ein kleiner Tropfen Eiter am Anfang und danach
klare Flüssigkeit.

Dunja benahm sich dann am 03.10.08 auch auffällig – sie streckte ihren Kopf merkwürdig weit vor und hielt ihn hoch.
Am nächsten Morgen war es nicht besser, aber immerhin wiederkäute sie, was schon mal ein gutes Zeichen war.
Wir vermuteten allerdings, dass sich die Gute bei ihrem starken Gewühle mit dem Kopf in der Erde, was sie ja gerne und oft tut,
irgendwie den Hals verrenkt hat (die frische Erde an ihrem Kopf bestätigte unseren Verdacht!).
Laut TÄ sollten wir Dunja beobachten und sie notfalls benachrichtigen.
Aber zum Glück ging es Dunja Samstag Abend wieder gut! 🙂
Sie graste wieder normal, bewegte ihren Kopf und Hals wieder schneller und war sehr aufmerksam und wollte Leckerlis fressen.

Sonntag Vormittag haben wir die Vier dann wieder auf unsere Pachtwiese geführt, wo noch schönes grünes Gras auf sie wartete.
Nun können sie sich nochmal den Bauch vollschlagen und die Wiese schön abgrasen, bevor sie dann in ein paar Wochen auf ihre
Winterwiese ziehen.

Anna frisst_06.10.2008
Foto: Anna grast auf unserer Pachtwiese.

Dunja_06.10.2008
Foto: Dunja ist wieder fit.

Amigo_06.10.2008
Foto: Amigo mit seinen schon recht großen Hörnern.

Hübscher Amigo_06.10.2008
Foto: Der große Amigo.

Milo schaut aufmerksam_06.10.2008
Foto: Milo muss erstmal gucken kommen.

Süßer Milo_06.10.2008
Foto: Milo bekommt schon wieder langes Fell – kein wunder bei den kalten Temperaturen.

Süßer Milo02_06.10.2008
Foto: Milos Hörner sind auch schon sehr lang.

(c) Fotos, Text: Dunni

Wolke 08

Eigentlich ist Wolke ein glückliches Schaf. Sie wurde immer gut behandelt, hatte ein leichtes Leben in einer netten Herde. Wie es bei Zuchtschafen aber so üblich ist, wurde sie gedeckt und sollte ein Baby bekommen. Leider hatte sie bei der Geburt ihres Babies einen Gebärmuttervorfall. Sie wurde tierärztlich behandelt. Es wurde jedoch schnell klar, dass Wolke nie wieder Babies kriegen konnte, bzw. sie dabei Gefahr laufen würde, dieses nicht zu überleben. Sie „durfte“ dann noch den Sommer über in ihrer Herde mit ihren Freunden verbringen, dann sollten jedoch ihre Freundinnen wieder gedeckt werden, also sollte Wolke weg, eigentlich zum Schlachter. Wolkes Mensch hatte dann doch Mitleid mit ihr und bat juna einen schönen Platz für Wolke zu finden.

Heute brachten wir Wolke, die die Welt natürlich nicht mehr verstanden hat, in ihr neues Zuhause. Eine Gnadenwiese nur für Schafe. Wir hoffen, dass Wolke sich schnell einlebt und dort noch ein langes schönes Leben hat. Die Voraussetzungen dafür sind zumindest gegeben.

Die neugierige Wolke noch im Hänger.

wolke-im-hanger.jpg

Wolke auf dem Deich.

wolke-auf-deich.jpg

Und noch mal Wolke inmitten ihrer neuen Herde.

wolke-in-herde.jpg

September 2008

Heute habe ich die Grazien besucht. Salo hat meine Hose abgeschleckt und ich durfte an beide Mädels kurz ran. Die Berührungsangst ist dann aber auf beiden Seiten doch größer gewesen und so haben wir uns lieber mit Abstand gewürdigt.

Hier ein paar aktuelle Bilder von den beiden Hübschen.

sj-september-2008.jpg

muck-september-2008.jpg

salo-september-2008.jpg

20.09.2008 – Wieder ein Umzug…

Nachdem die Wiese nach zwei Wochen abgefressen war, durften die vier Rinder diesmal netterweise auf eine Pferdewiese
ziehen, um dort nochmal nachzugrasen. Die Pferde hatten einiges an Gras stehen gelassen und so dürfen das nun die Muhs
abfressen.
Zuerst führten wir Amigo und Milo die paar hundert Meter zur anderen Wiese. Auf der asphaltierten Straße (die aber nicht
bzw. sehr selten von Autos befahren wird) sind sie sehr brav gegangen, den Wiesenweg mit dem saftigen Gras an beiden Seiten
dann nicht mehr… 😉
Dann haben wir die neue Wiese wieder in der Mitte mit E-Zaun abgetrennt und die beiden Kühe noch dazugeholt.

Milo+Amigo liegen_21.09.2008
Foto: Milo und Amigo liegen und wiederkäuen.

Hübscher Amigo_21.09.2008
Foto: Hübscher Amigo.

Dunja+Anna liegen_21.09.2008
Foto: Dunja und Anna liegen.

Am nächsten Tag sind wir dann mit Milo und Amigo spazieren gegangen. Sie sind sehr brav gewesen, sind sehr ruhig
nebenher gelaufen und haben sich auch nicht vor Radfahrern und Hunden erschreckt. Wir sind zu einem kleinen Wäldchen
spaziert und wieder zurück. Zum Schluss hatte Herr Milo nicht mehr so recht Lust zu laufen, aber letztendlich ließ
sich der sture Bock dann doch noch überreden. 😉

Süßer Milo_21.09.2008
Foto: Milo

Großer Amigo_21.09.2008
Foto: Amigo

Auf der Wiese angekommen, haben wir dann die Vier zum allerersten mal seit der Trennung im Mai wieder zusammen gelassen. Natürlich
erstmal nur unter Aufsicht. Allerdings haben wir ja mit allem gerechnet – aber damit nicht: Anna wiederkäute gerade, Dunja graste.
Wir machten dann das Tor auf und die beiden Jungs kamen rüber und grasten. Und dann: keine Reaktion von allen Seiten!

Das Quartett vereint_21.09.2008
Foto: Das Rinderquartett vereint.

Sie ignorierten sich komplett, kein anmuhen, kein beschlecken, kein Anrempeln – nichts.
Sie sind dann alle grasen gegangen, als wäre nie etwas gewesen.
Allerdings sah man nun recht gut, wie groß Amigo wirklich geworden ist…

Anna (links) und ihr Sohn Amigo_21.09.2008
Foto: Anna und ihr großer Sohn Amigo.

Anna+Amigo02_21.09.2008
Foto: Anna und Amigo grasen.

Amigo+Dunja_21.09.2008
Foto: Amigo und Dunja.

Amigo+Dunja02_21.09.2008
Foto: Amigo und Dunja grasen.


Video: Das Rinderquartett vereint

Nach einiger Zeit haben wir die Jungs dann wieder auf die andere Wiesenhälfte gebracht, da sie noch nicht ohne Aufsicht
zusammen bleiben sollen. (Es kann ja sein, dass Amigo wieder an Annas Euter geht, was er ja nicht soll.)

Dunja und Anna hatten auch Spaß miteinander. Zuerst hat jede die jeweils andere abgeschleckt, dann haben sie die Köpfe
aneinander gelegt und wollten eigentlich schieben, dabei sind sie aber fast eingedöst.

Hübsche Anna_21.09.2008
Foto: Anna lugt hinter Dunjas Po hervor.

Anna leckt Dunja ab04_21.09.2008
Foto: Anna leckt Dunja ab…

Dunja leckt Anna ab03_21.09.2008
Foto:…dann wird getauscht.

Anna+Dunja schieben sich_21.09.2008
Foto: Zu einem echten Boxkampf hatten wohl beide keine Lust…

Anna+Dunja schieben sich02_21.09.2008
Foto: …also wird eine Runde gedöst.

Video: Anna und Dunja schieben sich

(c) Fotos, Videos, Text: Dunni

06.09.2008 – Umzug auf eine andere Wiese

Die vier Rinder durften mal wieder auf eine neue Wiese ziehen. Neben leckerem Gras gibts hier auf ziemlich hohes Schilf,
durch das sich die Jungs erstmal durchkämpfen. 😉

Amigo im Schilfwald_07.09.2008
Foto: Amigo

Milo im Schilfwald_07.09.2008
Foto: Milo

Amigo&Milo liegen_07.09.2008
Foto: Puh, erstmal ausruhen.

Amigo liegt_07.09.2008
Foto: Amigo muss sich erstmal nach dem Fußmarsch von unserer Wiese auf die neue Wiese ausruhen. 😉

Anna liegt auf der Wiese_07.09.2008
Foto: Anna im Grasmeer.

Dunja im Schilf02_07.09.2008
Foto: Dunja im Schilf.

Dunjas schlaffes Euter_07.09.2008
Foto: Dunjas schlaffes Euter.

Hübsche Anna02_08.09.2008
Foto: Anna muss erstmal wiederkäuen…

Anna grast02_07.09.2008
Foto: …dann gehts weiter mit dem Fressen.

Dunja glubscht_08.09.2008
Foto: Dunja glotzt.

Die Jungs fressen_07.09.2008
Foto: Die Jungs lassen es sich schmecken!

Ochsenpopos_08.09.2008
Foto: Zwei prächtige Ochsenpopos!

Süßer Milo_08.09.2008
Foto: Der hübsche Milo.

(c) Fotos, Text: Dunni

30.08.2008 – Nachimpfung + Rüben mampfen

Es war mal wieder soweit – am 30. August mussten die vier Rinder gegen die Blauzungenkrankheit nachgeimpft werden.

Alles in allem verlief es ganz gut – obwohl jeder erstmal versucht hat dem Picks zu entkommen. 😉

Amigo machte einen Satz vorwärts, als er gepickst wurde und riss fast die beiden Anbindepfähle aus der Erde.
Der kleine Herr Milo überlegte sich diesmal etwas anderes: Anstatt völlig geschockt zu Boden zu gehen, wand er sich
halb aus seinem Halfter, nur um der Spritze zu entgehen. Genützt hat es ihm aber nichts.
Dunja war die Einzige, die brav war. Wir staunten nicht schlecht, als sie einfach das spritzen über sich ergehen ließ,
ohne mit der Wimper zu zucken. 🙂
Und die liebe Anna war wie ausgewechselt. Sonst so ruhig und sensibel, versuchte sie nun, die Nadel irgendwie loszuwerden.
Sie schüttelte sich, schnaubte wild und boxte sogar – sowas macht sie sonst nie.
Aber irgendwann war auch Anna geimpft und wurde entlassen.

Die Jungs auf der Wiese_25.08.2008
Foto: Die beiden Jungs auf der Wiese.

Glubschaugen Milo_25.08.2008
Foto: Milo juckts am Popo.

Milo juckt sich_25.08.2008
Foto: Herr Milo ist ganz schön biegsam.

Milo&Amigo Synchronjucken_25.08.2008
Foto: Da macht doch Amigo gleich mit beim Synchronjucken.

Danach gabs für die Damen noch leckere Rüben zu fressen.
Die beiden Jungs haben noch nicht so begriffen, dass man nicht nur die Blätter essen kann, sondern auch die Knolle, die
am Ende dranhängt. 😉
Aber sie werden das sicherlich noch lernen und von Anna und Dunja abgucken.

Neugierige Dunja03_25.08.2008
Foto: „Wo bleiben denn jetzt die Rüben??“

Dunja frisst Rübe_26.08.2008
Foto: Und schon ist die Rübe verschwunden…

Anna frisst Rübe_26.08.2008
Foto: Anna hat die Rübe im Maul…

Anna frisst Rübe03_26.08.2008
Foto: Normalerweise schabt Anna mit den Zähnen die Rübe ab – aber die freche Dunja hat ihr letztens eine Rübe geklaut.
Also wird alles ins Maul genommen.

Anna frisst Rübe04_26.08.2008
Foto: Allerdings dauert diese umständliche Fressprozedur deutlich länger.

Dunja02_26.08.2008
Foto: Sobald Anna die Rübe ablegt, ist Dunja zur Stelle.


Video: Anna und Dunja fressen Rüben

~Schönes Sommerwetter~

Endlich schien am Wochenende mal wieder die Sonne!

Anna knutscht Dunja_31.08.2008
Foto: Anna knutscht Dunja.

Hübsche Anna_31.08.2008
Foto: Hübsche Anna.

Hübsche Anna02_31.08.2008
Foto: Anna geht es richtig gut…

Hübsche Anna03_31.08.2008
Foto: …ihr Euter ist klein und schön weich. Ein gutes Zeichen, dass die Euterentzündung nun endlich weg ist.

Amigo03_31.08.2008
Foto: Amigo

Milo leckt am Leckstein_31.08.2008
Foto: Milo widmet sich seinem Leckstein. 🙂

Milo&Amigo_31.08.2008
Foto: Milo ist ein neugieriges Kerlchen und beobachtet alles um sich herum.

Anna schnuppert_31.08.2008
Foto: Anna hat irgendwas erschnuppert.

Neugierige Dunja_31.08.2008
Foto: Dunja ist auch sehr neugierig – aber meist denkt sie, die Kamera ist etwas zu Fressen.

Hübsche Anna04_31.08.2008
Foto: Anna

(c) Fotos, Text: Dunni

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