16.07.2015 – Blutabnahme und Gewichte der Rinder

Heute war mal wieder die alljährliche Blutabnahme. Alles lief ruhig und sehr gut ab. Um die Rinder ein wenig zu fixieren, hatten wir vor zwei Jahren ja ein Holzgestell aufgestellt, in das die Rinder hineingeführt werden und festgebunden werden. Anschließend kann die Tierärztin an der Schwanzwurzel Blut abnehmen, ohne dass die Rinder ihre mächtigen Körper herumschwenken können.

Amigo war als Erster dran: Er war zwar aufgeregt, ließ sich aber gut in das Gestell hineinführen und anbinden. Zera hat dann vorne gefüttert und ich habe den Schwanz angehoben, damit die Vertretungs-Tierärztin Blut abnehmen konnte – Amigo hat nicht einmal gezuckt und nach ein paar Sekunden war die Spritze schon mit Blut gefüllt. 🙂

Danach war Anna dran – sie ist die Misstrauischste von allen. Als Amigo an der Reihe war, wollte sie auch schon abhauen, wir sperren aber immer ein Stückchen Weide ab, damit die Rinder nicht nach ganz hinten laufen können. Aber auch Anna ließ sich gut zwischen die Holzpfähle führen und bewegte sich nicht, als ihr das Blut abgenommen wurde.

Zuletzt war Dunja dran – auch hier gab es keine Probleme und innerhalb von einigen Sekunden war auch hier die Blutabnahme beendet. So schnell ging es glaube ich noch nie. Wir sind sehr stolz auf die Rinder! 🙂

Anschließend haben wir dann mit Hilfe unserer Longe die Brustumfänge aller drei Rinder gemessen. Denn man kann mit Hilfe einer bestimmten Formel das Gewicht von Rindern ermitteln. Und gerade bei dem großen Herdenboss Amigo wollten wir schon immer einmal wissen, wie viel er wohl wiegt. Na, was schätzt ihr? Auflösung unten, hier erst einmal ein paar Fotos der Schwarz-Weißchen vom heutigen Tag:

Das Trio_16.07.2015
Foto: Dunja, Amigo und Anna.

Amigo geht vorbei_16.07.2015
Foto: Amigo geht vorbei.

Anna flehmt_16.07.2015
Foto: Anna flehmt, sie scheint irgendetwas interessantes gerochen zu haben.

Anna_16.07.2015
Foto: Anna.

Dunja_16.07.2015
Foto: Dunja im Holzgestell. Sie haben auch alle keine Angst vor dem Gestell und stellen sich auch allein dort rein und grasen oder schubbeln sich an den Pfählen. 🙂

Hier nur die Gewichte der Rinder:

Amigo: 1.182 Kg (Brustumfang 297 cm), Stockmaß ca. 185 cm.
Anna: 786 Kg (Brustumfang: 231 cm), Stockmaß ca. 151 cm.
Dunja: 774 Kg (Brustumfang: 229 cm), Stockmaß 148 cm.

(c) Fotos, Text: Dunni

30.06.+01.07.2015 – Rindergeburtstage + Ausbruch am 28.06.2015

Happy Birthday Amigo! Der Herdenchef ist am 30.06.2015 stolze acht Jahre alt geworden. Und seine Mama Anna ist heute am 01.07.2015 fünfzehn Jahre alt geworden, alles kuhte!

Gestern gabs es für Geburtstagsrind Amigo und die anderen leckere Möhrchen, heute Bananen.

Amigo frisst Möhrchen_30.06.2015
Foto: Amigo frisst seine Geburtstagsmöhrchen.

Anna_30.06.2015
Foto: Mama Anna, sie hat einen Tag nach ihrem Sohn Amigo Geburtstag.

Gieriger Amigo_30.06.2015
Foto: Amigo möchte noch ein paar Möhrchen haben.

Dunja, Amigo_30.06.2015
Foto: Dunja, diese komische Erdkuhle scheinen sie einfach mal so „gegraben“ zu haben.

Amigo_30.06.2015
Foto: Großer Amigo.

Am 28.06.2015 haben uns die drei Rinder einen ganz schönen Schrecken eingejagt. Wir fuhren zur Weide, um sie mit einem Anti-Fliegenmittel zu behandeln. Dort angekommen sahen wir die Rinder erst einmal nicht – dies ist aber auch nicht ungewöhnlich, da die Weide ziemlich groß ist und das Gras teilweise sehr hoch. Wenn sie dann liegen, sind sie gut getarnt. Aber irgendwie hatten wir ein ungutes Gefühl. Als wir dann auf der Weide nach hinten gingen, sahen wir immer noch nichts schwarz-weißes und bekamen langsam Panik. In der hintersten Ecke der Weide sahen wir dann das Malheur: Der Zaun war niedergerissen und die Rinder weg. Doch auf der Nachbarwiese, wo sehr hohes Schilfgras wuchs, sah man etwas schwarz-weißes zwischen dem hohen Gras aufblitzen! Es war der große Amigo, der dort in aller Ruhe graste! Und auch Anna und Dunja waren dort. Uns fielen ganz viele Steine vom Herzen, denn sie hätten ja schließlich auch weg sein können oder sogar in den Fluss, der hinter der Weide entlangfließt, fallen/abrutschen können.

Wir riefen sie dann und raschelten mit der Leckerli-Tüte und das Trio kam tatsächlich zu uns und folgte uns auf die Weide! Ich habe dann das Loch schnell geflickt und am nächsten Tag haben wir vorsichtshalber noch eine dritte Stromlitze gezogen, damit soetwas nicht noch einmal passiert.

(c) Fotos: Zera
(c) Text: Dunni