Warum vegan?

Wenn man die Beiträge von Juna und Dunni liest, wird einem schnell klar, dass in der heutigen Zeit der Genuss von tierlichen Produkten immer mit Tierquälerei und Ausbeutung einhergeht. Hier kann man auch nicht argumentieren, dass es sich um einzelne Fallbeispiele handelt, denn selbst wenn keine direkte Tierquälerei, im gesetzlichen Sinne, im Spiel ist, so bleibt es immer noch Ausbeutung.

In dem mensch vegan wird, kann er/sie zwar noch nicht verhindern, dass Tiere gequält werden, aber er/sie setzt ein deutliches Zeichen gegen die Ausbeutung von anderen Spezies.

Tierprodukte zu vermeiden ist dabei gar nicht mal schwer. Es gibt mittlerweile in jeden Supermarkt tierproduktfreie Lebensmittel. In der Kosmetik setzt sich mittlerweile sogar das Vegan-Label durch, so dass es recht einfach ist hier vegane Produkte zu finden. Auch leder-/woll-freie Textilien sind überall erhältlich und können ohne großen Aufwand identifiziert werden.

27.05.2006 – Dunjas Zwillings-Schwergeburt

Als wir an diesem Tag den Stall betraten, rutschte uns erstmal das Herz in die Hose!
Der Stall war leer, die Kühe auf der Wiese – doch Dunja lag mitten im Stall auf dem blanken Betonboden und fraß etwas Heu.
Das war kein gutes Zeichen!

Ich lief zur Landwirtin und fragte nach, was denn mit Dunja los sei. Sie meinte, dass Dunja bald kalben würde und Milchfieber bekommen hatte, obwohl die Kühe sowas eigentlich eher nach der Geburt bekämen. Nun könne sie nicht aufstehen… 😯

Eigentlich war es noch ein paar Wochen bis zum eigentlichen Geburtstermin und Dunja hatte jetzt schon Milchfieber bekommen. Wir machten uns große Sorgen, dass sie überhaupt nicht mehr aufstehen könnte…

Dann fingen die Wehen an! Mit so einer plötzlichen Geburt hatte wohl keiner gerechnet.
Es dauerte eine Zeit, bis der Landwirt Dunjas Kälbchen „herausgezogen“ hatte. Dunja muhte ihrem Sohn zu und versuchte sich zu ihm umzudrehen, doch sie hatte keine Kraft in den Beinen… 🙁

Zera und ich rubbelten das süße, kleine Bullenkalb trocken und trugen es schweren Herzens weg von der Mutter in die Kälberbox. Er bekam von uns den Namen Diego.

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Foto: Dunjas Sohn Diego.

Der Landwirt fasste auch nochmal nach, meinte aber, dass kein weiteres Kälbchen mehr zu fühlen sei. Später kam die Tierärztin und gab Dunja, der es nach der erschöpfenden Geburt nicht so gut ging, Infusionen.
Dann fasste auch sie nochmal hinein – und ertastete ein weiteres Kälbchen, dass auch noch falschrum lag…

Ewig lange musste die TÄ in Dunja regelrecht herumwühlen, bis sie das Kälbchen halbwegs in eine richtige Lage gebracht hatte, wobei auch noch die Nachgeburt im Weg war. Ich beobachtete dieses Grauen wie durch einen Schleier und konnte gar nicht glauben, was meine arme Dunja da gerade für Qualen durchlitt.
Als die TÄ immer noch am arbeiten war (manchmal fühlte sie noch ein Reflex des Kälbchens, doch irgendwann war es wohl erstickt), fing der Landwirt auch noch lautstark an, über Dunja zu schimpfen. Was für ein dämliches Vieh sie doch sei, dass er am liebsten sein Gewehr holen würde usw.
Ich bebte vor Wut. Was konnte denn Dunja dafür, dass sie Milchfieber hatte und eine so schwere Geburt!? Ich sagte dann wohl etwas zu giftig „Es reicht!“, was ihn wohl noch mehr auf 180 brachte. Aber immerhin hörte das Geschimpfe auf.

Und irgendwann konnten sie das Kälbchen rausziehen, Dunja war total erschöpft und konnte gar nicht mehr richtig pressen. Zum Vorschein kam ein wunderhübsches, kleines Kuhkalb, dass fast weiß war und nur einige wenige Dalamtinerflecken im Gesicht und am Hals hatte. Doch es war leider tot… 🙁
Sie hatte einfach zu lange in der Gebärmutter gesteckt, ohne Luft zu bekommen.

Am Ende versuchten sie nochmal, Dunja zum Aufstehen zu bewegen, wobei sie einen verzweifelten Versuch unternahm und eine Gretsche machte.
Daraufhin meinte die TÄ, sie befürchtet, Dunja habe sich einein Bänderriss zugezogen. Mein Herz rutschte mir noch weiter in die Hose…

Wir deckten Dunja mit einer großen Decke ab, da sie warm gehalten werden musste und boten ihr noch Futter und Wasser an.
Als die TÄ ging, meinte sie noch, sie sollen sie zum Einschläfern rufen, wenn Dunja diese Nacht nicht mehr aufstünde…

Nachdem wir uns von Dunja und den anderen Kühen verabschiedet hatten, fuhren wir nach Hause. (Der Landwirt hat uns später auch nochmal angemeckert, weil ich es ja gewagt hatte, ihn anzufahren).

Zuhause konnte ich nur noch hoffen und beten, dass Dunja wieder aufstehen würde. Diese Nacht war die Schlimmste in meinem Leben…

Am nächsten Tag wollten wir dann so früh wie möglich zum Stall fahren – doch ein Notfall kam dazwischen: Zeras Ratte Cosma hatte schlimme Atemnot und wir mussten mit ihr zum Not-Tierarzt fahren, um sie einschläfern zu lassen. 🙁

Als wir später beim Stall ankamen, traute ich mich gar nicht auf den Hof oder in die Stallgasse zu schauen, da die Landwirte tote Kühe immer mit einer großen Plane abdeckten. Ich hatte echt Angst, so eine Plane mit Dunja darunter zu entdecken…
Doch auf dem Hof war nichts – und im Stall war auch nichts, keine Plane und keine einzige Kuh. Wo war Dunja? War sie tatsächlich auf der Wiese oder war sie tot und schon abgeholt worden!?

Mit klopfenden Herzen gingen wir zur Wiese und sahen weiter hinten die Kühe grasen. Und als wir näher herangingen, erkannte ich sie! Dunja stand grasend zwischen den anderen Kühen! 🙂

Freudestrahlend lief ich zu ihr und umarmte sie. Sie hatte es tatsächlich geschafft!
Natürlich war sie noch immer erschöpft und war auch sichtlich dünner – aber sie stand wieder.
Dunja legte sich dann irgendwann ins Gras und wir fuhren kurz nach Hause. Als wir am Nachmittag wiederkamen, lag Dunja immer noch an der gleichen Stelle, um sie herum Furchen, die zeigten, dass sie versucht hatte aufzustehen.

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Foto: Kranke Dunja

Auch als wir versuchten, sie hochzutreiben, konnte sie nicht aufstehen. 🙁
Zu allem Übel fing es auch noch an zu Regnen und wir deckten Dunja spärrlich mit unseren zwei Jacken ab.
Dann sagten wir der Landwirtin Bescheid, diese meinte dann, das die TÄ nochmal kommen würde, um Dunja nochmal Infusionen zu geben.

Nachdem wir uns dann wieder von Dunja verabschiedet hatten, folgte wieder eine Nacht des Grauens und der Ungewissheit, ob Dunja aufstehen konnte…

Am nächsten Tag fuhr ich alleine vor der Arbeit in den Stall. Als ich durch das Stall-Fenster lugte, sah ich Dunja allein im Stall stehen.
Sie sah natürlich krank und erschöpft aus und ließ die Ohren hängen, aber die Landwirtin meinte, sie würde sich wieder erholen.

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Foto: Dunja zwei Tage nach der Geburt.

Und das stimmte zum Glück: Nach ein paar Tagen (Dunja hatte zum Glück keine Probleme mehr beim Aufstehen), fraß sie wieder ganz normal (und gierig) ihr Futter und magerte auch nicht ab, wie beispielsweise Elsa nach ihrer Zwillingsgeburt. Auch ihrem süßen, kleinen Sohn ging es gut, auch wenn er im Gegensatz zu den anderen Kälbern viel kleiner war.

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Foto: Der süße Diego.

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Foto: Diego (vorne) neben Annas Tochter Alfa (geboren am 11.05.2007).

Normalerweise sind Zwillingsgeburten bei Kühen selten und ich hatte auch noch von keiner gehört, seit ich seit dem Jahr 2000 mit Zera auf den Hof ging. Aber im Jahr 2006 bekam erst Elsa Zwillinge, dann Dunja und schließlich noch Mona.

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Foto: Elsas Zwillingskälber.

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Foto: Monas Bullenkalb. (Zwillingsgeburt)

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Foto: Monas Kuhkalb (links, Zwillingsgeburt), neben Rosis Bullenkalb.

Für Dunjas Sohn suchten wir dann verzweifelt einen Platz auf einem Gnadenhof, doch keiner hatte Platz oder Geld für ein kleines Bullenkalb. 🙁
Und so kamen wir eines Tages wieder in den Stall und der kleine Diego war fort… 😥

Die letzten Fotos von Diego…
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Dunja erholte sich zum Glück langsam wieder, auch wenn sie nun etwas eingefallen war.

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Hier ein Foto von Dunja, als sie noch mit den Zwillingskälbern tragend war:

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Und obwohl sie schließlich nach der Geburt den ganzen Sommer über zusammen mit Aslan, dem Jungbullen auf der Wiese stand, ist Dunja nicht noch einmal trächtig geworden. Zum Glück, denn wer weiß ob sie noch eine Geburt überstanden hätte.
Nun konnten wir sie endlich – zusammen mit Anna, Amigo und Milo – kaufen und sie so vor dem Schlachten bewahren.

(c) Fotos: Zera, Dunni
(c) Text: Dunni

Die Milchbar ist eröffnet :)

Gestern konnten wir endlich mal den Kälbern beim Trinken zuschauen! 🙂
Anna fraß zufrieden ihr Heu, als Amigo bei ihr andockte und herzhaft zu nuckeln begann.
Milo stand etwas weiter entfernt und ich lockte ihn in Annas Richtung. Kaum hatte er Amigo am Euter entdeckt und das Schmatzgeräusch vernommen, legte er einen Zahn zu und lief zu Anna und Amigo. Dort dockte er dann wie selbstverständlich an und trank zusammen mit Amigo!

Wir sind so stolz auf alle drei! Anna, die ihren Sohn wieder angenommen hat und beide nun problemlos trinken lässt, Milo, der das „aus-dem-Euter-Trinken“ doch noch gelernt hat und Amigo, dass er immer so hartnäckig dranbleibt, auch wenn Anna mal keinen Bock hat. 😉

Das schmeckt den Jungs…
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Wenn eines der Kälber dann mal aus Versehen an Dunjas Euter geht, wird diese sofort zickig und vertreibt sie. Doch zum Glück sind die Kälber ja schlau und wissen, dass es bei Tante Dunja keine Milch gibt. 😉

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Foto: Kälberfreundschaft

(c) Fotos, Text: Dunni

Beckys und Aslans Ausrutscher – oder „wie Milo enstand“

Eigentlich war es gar nicht geplant, das Becky trächtig wird und Milo – den wir ja zusammen mit Anna, Dunja und Amigo gekauft haben – geboren wird. Hier erzähle ich mal, wie es überhaupt zu diesem „Unfall“ kam:

Am 27.08.2005 kam Becky auf dem Milchviehhof zur Welt, auf dem Zera und ich schon jahrelang die Kühe besuchten.
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Foto: Becky kurz nach ihrer Geburt.

Am 25.10.2005 kam dann das Bullenkälbchen Aslan zur Welt.
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Foto: Von links nach rechts: Penny, Daria und Aslan.

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Foto: Der süße Aslan.

Wir dachten natürlich, dass er – wie leider alle anderen Bullenkälber auch – nach zwei Wochen verkauft werden würde. Umso mehr wunderten wir uns, dass er eines Tages angebunden im Stall stand – wieso nur!?

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Foto: Aslan steht im Stall.

Die Landwirte erklärten dann, das sie Aslan behalten wollten, damit er im Sommer 2006 die Kühe decken kann. Wir gaben dann auch Aslan seinen Namen.

Zusammen mit Becky stand er schon gemeinsam in der Kälberbox:
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Und später standen beide dann nebeneinander angebunden im Stall:
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Becky war ein richtiges kleines Hüpfkalb, die ständig aus der Kälberbox sprang. Und auch später hüpfte sie auch schonmal über den einen oder anderen Weidezaun…
Becky und Aslan verstanden sich von Anfang an richtig gut.

Im Frühjahr 2006 durften dann die Kühe und Jungrinder (darunter Becky, Aslan, Daria, Penny, Amina, Dina und Ruby) wieder auf die Wiese. Dina, Amina und Ruby waren schon im Herbst 2005 mit auf der Wiese gewesen, da sie etwas älter als die anderen Jungrinder waren. Doch für Aslan, Becky, Penny und Daria war es das erste Mal, dass sie auf die saftige Wiese durften.

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Foto: Aslan grast.

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Foto: Becky auf der Wiese.

Nach ein paar Tagen wurden die Jungrinder – außer Aslan – auf eine andere Wiese getrieben. Aslan blieb bei der Kuhherde, die jeden Morgen auf die Wiese getrieben wurde und abends wieder zum Melken in den Stall kamen.
Becky war recht anhänglich, als wir sie und die anderen Rinder zur Wiese brachten und startete später einen Ausbruchsversuch, indem sie einfach mal eben über den Stacheldraht-Zaun hüpfte. Leider blieb sie hängen und fiel hin und der Stacheldraht verletzte auch noch Zera. Nachdem wir Becky wieder auf die Wiese verfrachtet hatten und das Tor notdürftig geflickt hatten, verschwanden wir schnell, damit sie nicht nochmal auf die Idee kam, uns „in die Arme“ zu hüpfen.

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Foto: Becky auf der Rinderwiese.

Aslan unterdessen nahm mehr und mehr seine Pflichten als Bulle in Angriff. Seine ersten Deckversuche sahen noch ziemlich kläglich aus, da er ja noch so klein war…

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Foto: Der kleine Aslan und die große Anna.

Eines Tages, als wir wieder die Kühe besuchten, bemerkten wir Becky zwischen den grasenden Kühen. Warum war sie wieder hier? Wir wunderten uns erstmal und knuddelten Becky durch, die in einem Monat ganz schön gewachsen war.

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Foto: Becky ist groß geworden.

Wir machten uns auch ein wenig Sorgen, da ja schließlich Aslan auf derselben Wiese war und die Gefahr bestand, dass er Becky – zu früh – deckte. Becky war ja gerade mal 11 Monate alt.

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Foto: Hübscher Aslan.

Als wir dann bei den Landwirten nachfragten, warum Becky denn mit auf der Kuhwiese stünde, meinten diese, dass sie ausgebrochen war. Sie würde jetzt auch nicht mehr zurück zu den Jungrindern kommen, da sie Becky im Auge behalten müssten, ob sie trächtig sei…oje!

Doch spätestens, wenn sie jetzt noch nicht tragend war, würde sie es doch noch werden, wenn sie tagtäglich mit Aslan auf der Weide stand…!

Und so wurden beide größer und größer…und wir hofften trotzdem, dass Aslan Becky noch nicht gedeckt hatte…

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Foto: Aslan ist deutlich größer geworden.

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Foto: Aslan ist ein hübscher und stattlicher Jungbulle geworden.

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Foto: Becky ist ebenfalls ein hübsches Rind geworden.

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Foto: Auch wenn Becky oft unschuldig tat, war sie ein ganz schön bockiger Sturkopf. 😆

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Foto: Aslan war inzwischen natürlich mächtig gewachsen und hatte nun keine Probleme mehr, die Kühe zu besteigen…

Dann war im Herbst 2006 die Weidesaison zu Ende und die Kühe, Jungrinder und Aslan kamen in den Stall, wo sie bis zum Frühjahr bleiben mussten.

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Foto: Becky und Dina (Dunjas Tochter) im Stall.

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Foto: Aslan war so groß geworden, dass er kaum noch auf seinen Platz passte…(die Reihe war auch für Jungrinder und nicht für Bullen gedacht)

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Foto: Aslan flehmt.

Und als wir eines Tages wieder ein paar Fragen zu den Kühen stellten, meinte die Landwirtin, dass Aslan bald verkauft werden würde… Er hatte seine Pflicht getan, alle Kühe gedeckt und würde jetzt noch ein wenig gemästet werden…
Und eines Tages kamen wir in den Stall und Aslans Platz war leer… 🙁
Er war ein toller und lieber Bulle, wir vermissen ihn sehr.

Im Frühjahr durften die Kühe und Jungrinder dann wieder auf die Wiese.

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Fotos: Becky sieht irgendwie rundlich aus… 😯

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Auch Beckys Euter und ihre Striche wurden dicker und sahen viel weiter entwickelt aus, als die kleinen Euter von Dina und Ruby, die ein halbes Jahr älter als Becky waren, aber auch noch keinen Nachwuchs hatten.

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Foto: Beckys kleines Euter.

Wir hofften zwar immer noch, dass Becky nicht tragend war, doch es sprach ziemlich viel dafür…
Und das, obwohl sie im August 2007 erst zwei Jahre alt werden würde. Normalerweise bekamen Färsen ihr erstes Kalb mit zweieinhalb Jahren oder noch etwas später… 😕

Und als wir Ende Juni in den Stall kamen und in die Kälberbox sahen, lag dort ein süßes Kälbchen, das doch ziemlich groß war. Da noch zwei weitere Kühe tragend waren und um diesen Zeitpunkt ihre Kälber gebären würden, kamen auch diese Kühe als Mütter in Frage. Doch dieses Kälbchen sah Becky unheimlich ähnlich. Und tatsächlich hatten wir recht: Es war Beckys Sohn, den sie am 19.06.2007 zur Welt gebracht hatte!

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Foto: Beckys Bullenkalb Milo, 4 Tage alt.

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Foto: Hier geht es Becky (ein paar Tage nach der Geburt) noch nicht so gut. Man sieht auch deutlich ihr Euter…

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Foto: Becky grast.

Auch Milo ging es nicht so gut. Wir bemerkten, dass sein linkes vorderes Fesselgelenk dick war und sehr schräg zur Seite abstand. Er konnte kaum stehen, und wenn er stand, entlastete er natürlich den schiefen Fuß. Oft sah man, dass er vorne auf den Vorderfußwurzelgelenken (manche bezeichnen es auch als Knie) lag und sein Po dadurch nach oben reckte. Aber das schien ihm angenehmer zu sein, als auf dem schiefen Fuß zu „stehen“.
Er war auch somit nicht transportfähig und wurde nicht – wie andere Bullenkälber – nach zwei Wochen verkauft, sondern blieb dort.

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Foto: Klein-Milo liegt in der (engen) Kälberbox.

Zu dieser Zeit stießen wir im Internet (zum Glück 😆 ) auf SubKUHtan. Uns wurde viel geholfen und als wir Juna von Beckys krankem Bullenkalb erzählten, erklärte sie sich bereit, ihn aufzunehmen, damit sein Beinchen endlich tierärztlich behandelt werden würde.
Zuerst waren die Landwirte eher abweisend und wollten uns Milo (und auch die anderen Drei) nicht so recht verkaufen, doch irgendwann bekamen wir das OK!
Da Juna viel weiter weg wohnte, sollten wir Milo erstmal mitnehmen und tierärztlich durchchecken lassen.
Doch Milo konnte erstaunlich gut mit seinem Beinchen laufen und man merkte, wie es von Tag zu Tag gerader und besser wurde. Durch die Bewegung auf der Wiese konnte er auch endlich richtig Muskeln aufbauen.
Da Milo bei uns einen gleichaltrigen Freund hat und die Chance hat, richtige Muttermilch von Anna zu bekommen, anstatt Milchaustauscher, entschieden Juna, Zera und ich, dass Milo bei uns bleiben sollte. 🙂

Übrigens bekam Milo seinen Namen von Juna. Wir hätten ihm irgendwann wohl einen Namen mit „B“ gegeben, da das irgendwie dort im Stall so gehandhabt wird. Aber Milo ist Milo und passt prima! 😆

Als ich Milo zum ersten Mal sah, hätte ich nie gedacht, dass er einmal dem Mast-Schicksal entgehen würde und uns gehören würde – vielen Dank Juna!!! 🙂

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Foto: Milo geht es jetzt richtig gut.

Becky steht natürlich weiterhin auf dem Hof. Aber wir sind uns sicher, dass sie eine gute Mutter gewesen wäre, wenn sie sich um Milo hätte kümmern dürfen…

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Foto: Becky, die Jungkuh.

Hier Fotos von Becky vom September 2007, mit etwas über zwei Jahren. Nach wie vor ist Becky stur, aber dennoch lieb und total kuhl. Man merkt einfach, dass sie Milos Mutter ist, da er viel von ihrem Charakter geerbt hat.

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Fotos: Hübsche Becky (September 2007).

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Foto: Milo

Da Zera und ich ja schon ziemlich lange in diesen Milchbetrieb gehen (Zera seit 1996, ich seit 2000), kannten wir natürlich auch die Mütter und Omas von Milo, Becky und Aslan.
Diese möchte ich euch auch mal vorstellen:

Zuerst mal Milos und Beckys Omis:

Ca. 1998 kam Berta auf den Hof. Zera kannte sie besser als ich, ich lernte sie nur kurz kennen, da sie im Jahr 2000 verstarb bzw. eingeschläfert werden musste.

Berta hatte eine ganz tolle (aber sture!) Tochter namens Bella. Zera hat Bella auch als Kälbchen ausgeführt.
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Foto: Bella als Jungrind.

Leider durften wir die Kühe einige Zeit nicht besuchen (da war Maul- und Klauenseuchen-Gefahr) und zwei Jahre gingen wir (leider) nicht so oft hin. Bella sahen wir nur einmal als Kuh, doch irgendwann war sie weg… 🙁

Allerdings hat Bella eine Tochter dort hinterlassen: Betty! Betty steht immer noch auf dem Hof. Betty ist leider ziemlich scheu, da sie als Kälbchen nicht allzu gut gezähmt wurde. Allerdings wird sie sicherlich den Sturkopf von ihrer Mutter und ihrer Oma geerbt haben. 🙂

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Foto: Betty

Betty bekam schließlich am 27.08.2005 Becky und Becky wiederum Milo. 🙂

Doch auch Aslan, Milos und Amigos gemeinsamer Vater, hat viele Vorfahren auf dem Hof.

Zera kannte noch eine Kuh namens Ameise, die wiederum ein Kuhkälbchen bekam, dass auch Ameise genannt wurde.
Ich kenne sie erste Ameise nicht mehr, aber die zweite.

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Foto: Ameise

Ameise bekam wiederum Amy…

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Foto: Amy (hier in sehr schlechter, körperlicher Verfassung. Inzwischen geht es ihr deutlich besser und sie wohnt mit ihrer Tochter Agathe im Kuhaltersheim auf Hof Butenland.)

Amys erstes Kälbchen war Agathe…

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Foto: Agathe als Kuh.

Agathe bekam dann am 25.10.2005 ihren Sohn Aslan.

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Foto: Milos Omas Agathe (links) und Betty liefern sich ein Duell. 😆

Das war also die Geschichte, wie Becky zu früh tragend wurde und unseren Milo geboren hat.

(c) Fotos: Zera, Dunni
(c) Text: Dunni

Rüben schlachten!

Unsere beiden Großen essen mit Vorliebe ganze Futterrüben (die Kälber bekommen noch maulgerechte Stückchen geschnitten^^). Da Rinder aber aber oben keine Zähne haben (aber nur vorne, Backenzähne haben sie selbstverständlich oben und unten) ;-), sondern eine Hornplatte, können sie nicht einfach ein Stück Rübe abbeißen. Nein, die Rübe wird mit brutaler Gewalt mit den unteren Zähnen Schicht um Schicht abgeschabt. Ist die große Rübe dann halb aufgefressen, wird sie auch schonmal ins Maul genommen.

Anna frisst eine Rübe:
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Dunja frisst eine Rübe:
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Na dann – Guten Appetit! 🙂

(c) Fotos, Text: Dunni

Huhu, wir sinds…

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Foto: Amigo und Milo – „Sind wir nicht groß geworden? Und so schön in der Nase bohren kann ich auch schon!“

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Foto: Der hübsche Amigo

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Foto: Amigo und Milo ruhen sich im Heu aus.

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Foto: Milo – „Hast du was zu Essen für mich??“

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Foto: Amigo und Dunja im Größenvergleich („Ey Alte, wir warten auf unser Heu!“ 😉 ).

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Foto: Anna grast, hinten sieht man die Kälber (links Milo, rechts Amigo).

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Foto: Anna sucht eine Kartoffel und Milo scheint Löcher in die Luft zu starren. ^^

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Foto: Endlich mal schönes Wetter!

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Foto: Dunja ist seeehr neugierig…

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Foto: ..und sehr verfressen! 😆

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Foto: Milo, Amigo und dahinter Dunja.

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Foto: Hübsche Dunja

(c) Fotos, Text: Dunni

Gierige Kühe

Hier denkt Dunja, dass ich doch tatsächlich Leckerlis in der Hand habe. Dabei ists doch nur der Fotoapparat! 😉

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Foto: Das ist Dunjas absoluter „Gierig und verfressen“-Blick. Die Ohren werden noch ein Stückchen mehr als sonst nach vorne geklappt und der Kopf noch ein Stückchen weiter in die Höhe gereckt. Die Kulleraugen werden weit aufgerissen, damit ihr auch ja keine Bewegung des Futtergebers entgeht. 🙂

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Foto: Anna – „Hast du was zu Essen für mich??“ *Bettel* (Anmerkung: Anna steht neben einem großen Haufen Heu, aber Leckerlis sind natürlich besser. 😉 )

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Foto: Dunja – „Gib mir Leckerlis, los!“

(c) Fotos, Text: Dunni

Die Hörner werden größer…

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Foto: Milos kleine Hörnchen

Anfangs hatten die Kälber nur ganz kleine Hubbel unter der Haut, kaum mehr als ein Mückenstich. ^^ Jetzt sind die Hörner schon durch die Haut gebrochen und wachsen stetig. 🙂
Wir sind echt gespannt, welche Form und Farbe die Hörner der beiden später haben werden.

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Foto: Amigos Hörner

(c) Fotos, Text: Dunni

08.09.2007 – Die Rinder dürfen wieder auf die Wiese

Am Samstag, den 8.09.07 haben Zera, eine Patin und ich die vier Rinder wieder auf die Weide gebracht.
Zuerst haben Zera und ich etwas mit Dunja und Anna geübt, und sind ein paar Mal um den Stall gelaufen, damit sie etwas müde wurden… 😉

Dann hat die Patin die beiden Kälber genommen, wir unsere Kühe und los gings. Die beiden Kühe gingen erstaunlich gut, zogen nicht allzu sehr und sind auch nicht durchgegangen.
Allerdings war es etwas anstrengend für unsere Patin, gleich zwei Kälber zu nehmen, da diese sich andauernd verhedderten. (Amigo war sehr ungestüm).
Wir ließen dann Amigo neben seiner Mutter herlaufen und die Patin nahm Milo zum Führen, was dann viel besser klappte.
Amigo galoppierte einige Male über die Wiesen und Felder (*räusper*), die sich zu beiden Seiten der Straße erstreckten und hechelte irgendwann wie ein Hund. ^^
Als wir die braven Rinder dann auf die Pferdewiese führten, wo sie nun stehen dürfen, da unsere Wiese noch zu matschig ist, fingen alle Vier sofort an zu grasen. Sie waren sichtlich froh, endlich wieder auf der Weide sein zu dürfen. 🙂

(Allerdings ist unsere eigentliche Pachtwiese zu matschig gewesen und so durften die Vier auf eine der beiden Pferdewiesen, die etwas trockener sind, ziehen).

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Foto: Anna grast zufrieden.

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Foto: Auch Amigo und Milo machen sich über das leckere Gras her.

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Foto: Dunja frisst frisches Gras – da stört ein bisschen Nieselregen auch nicht mehr. ^^

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Foto: Die Vier auf der Wiese. Heu wird dieser Tage eher spärrlich gefressen, da Gras doch viel leckerer ist.

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Foto: Was Amigo jetzt wohl ausheckt…?

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Foto: Milo nimmt das Gras unter die Lupe.

(c) Fotos, Text: Dunni